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Checkliste: Online bewerben

Checkliste: Online bewerben

Checkliste: Online bewerben


Checkliste: Online bewerben Online-Bewerbung und E-Mail-Bewerbung: Aufbau, Sprache, Gestaltung, Testversand. Das Wichtigste zur elektronischen Bewerbung zusammengefasst.



Von Christoph Stehr

Strategie
Wenn das Unternehmen auf seiner Website oder in Stellenanzeigen um elektronische Bewerbungen bittet, sollten Sie dieser Aufforderung unbedingt nachkommen. In der IT-Branche versteht sich die E-Bewerbung ohnehin von selbst. Nehmen Sie sich genauso viel Zeit wie für eine "klassische" Bewerbung. Keine Massen-Mails, sondern Maßanfertigung! Bewerben Sie sich nicht von Ihrem Arbeitsplatz aus.

Absender
Egal ob Sie sich per Online-Formular oder Mail bewerben – Ihre Mail-Adresse müssen Sie immer angeben. Da macht "kleinehexe@" keinen guten Eindruck. Fast alle Provider ermöglichen Unteradressen. Reservieren Sie eine für die Jobsuche, und wählen Sie eine neutrale Bezeichnung, etwa "vorname.nachname@". Nicht empfehlenswert ist "bewerbung@" oder "jobsuche@", weil das nach Massenaussendung klingt. Verzichten Sie auf eine Lesebestätigung, mancher empfindet das als Kontrollfimmel.

Empfänger
Die Daten im Online-Formular landen automatisch im richtigen Postfach, aber was ist, wenn Sie eine Initiativbewerbung per Mail schicken? Große Unternehmen bieten dafür Adressen wie "career@" oder "job@" an. Finden Sie keine spezielle Adresse, rufen Sie im Unternehmen an und erfragen einen Ansprechpartner, dem Sie mailen können. Schicken Sie Ihre Unterlagen nicht an "info@" oder "mail@". So erreichen Sie die Personalabteilung entweder gar nicht oder auf langen Umwegen.


Online-Bewerbung: Tipps und Tricks für Jobsucher
An Bewerbungen per Onlineformular und E-Mail kommen Jobsucher kaum noch vorbei. Doch auch auf der elektronischen Bühne kann man glänzen.


Aufbau
Bei einer Mail-Bewerbung schreiben Sie "Bewerbung" oder die Stellenbezeichnung in die Betreffzeile. Das Textfeld nutzen Sie für das Anschreiben bzw. Motivationsschreiben. Wie in eine normale Mappe fügen Sie Lebenslauf mit Lebenslauf und (wenige) Zeugnisse ein, am besten im PDF-Format. Falls Sie nicht über den "Acrobat Destiller" verfügen, mit dem PDF-Dateien erzeugt werden, können Sie beim Scannen als Zielformat PDF wählen. Bleiben Sie insgesamt unter vier MB. Bei Online-Bewerbungen sagt Ihnen das System, wie viele Anhänge erlaubt sind und wie groß sie sein dürfen. Es führt Sie Schritt für Schritt durch das Formular – versuchen Sie keine Abkürzungen!

Sprache
Die elektronische Bewerbung folgt denselben Gesetzen wie die "klassische" Bewerbung. Sie ist Ihr "Verkaufsprospekt", das Sie als qualifizierten, sorgfältigen und seriösen Kandidaten ausweist. Mit Umgangssprache und Rechtschreibfehlern bringen Sie sich um Ihre Chance. Konsequente Kleinschreibung, trendige Abkürzungen und Emoticons haben hier nichts verloren. Und Ihr Adressat heißt nicht "Hallo …", sondern "Sehr geehrte/r …".

Design
Mit einer gängigen Schrift wie Arial, Courier oder Times New Roman liegen Sie richtig. Bei exotischen Schriften laufen Sie Gefahr, dass sie beim Empfänger nicht richtig dargestellt werden. Das gleiche gilt für grafischen Schmuck: Je "bunter" Ihre Bewerbung ist, desto eher tauchen Probleme auf. Außerdem schätzen viele Personaler ein schlichtes Design, das nicht vom Inhalt ablenkt. Arbeiten Sie genau: Schief gescannte Vorlagen, womöglich noch mit Knicken, sind peinlich.

Generalprobe
Bevor Sie den Stein ins Wasser werfen, schicken Sie die Mail-Bewerbung erst einmal an sich selbst und an jemanden, der Korrektur liest. Bei der Gelegenheit fallen auch unschöne Details auf, zum Beispiel eine überholte Signatur oder Werbung des Providers. Wenn Sie ein Online-Formular ausfüllen, werden Sie meist am Schluss vom System aufgefordert, Ihre Angaben zu überprüfen. Nutzen Sie die Gelegenheit!

Nachhaken
Automatisch generierte Antwort-Mails haben wie bei der "klassischen" Bewerbung den Zweck, den Jobsucher auf mehr oder weniger langes Warten einzustimmen. Nerven Sie also nicht, indem Sie am nächsten Tag nachfragen, ob Ihre Mail angekommen ist. Drei, vier Wochen nach Ablauf der Bewerbungsfrist dürfen Sie sich höflich erkundigen, wie weit das Auswahlverfahren gediehen ist. Erledigen Sie dies lieber telefonisch als per Mail.

(Bild: ra2 studio)