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Traumjob durch Kleinigkeiten (1)

Traumjob durch Kleinigkeiten (1)

Traumjob durch Kleinigkeiten

Was haben Sie, was andere nicht haben? Kommunikationsexperte Thomas Schlayer gibt Tipps, wie man sich bei der Bewerbung einzigartig und besonders präsentiert.


Von Thomas Schlayer

Was unterscheidet einen üblichen Job von einem echten Traumjob? Wie finde ich heraus, was ich wirklich will? Und wie kann ich mich so bewerben, dass ich das Auswahlverfahren auch gewinne? Darum geht es in Thomas Schlayers neuem Buch "Traumjob durch Kleinigkeiten". Wir haben exklusive Auszüge für Sie. Lesen Sie jede Menge Tipps und Tricks, Erfahrungsberichte anderer Jobsuchender und motivierende Denkanstöße!

Was ist das Einzigartige an Ihnen?

Das ist der häufigste Fehler, den Bewerber machen: Sie stellen das heraus, was eigentlich selbstverständlich ist. Sie erfüllen die Anforderungen, mehr aber auch nicht. Sie stellen das in den Vordergrund, was erwartet wurde. Das ist nett. Aber es wird Sie definitiv nicht zum Favoriten machen. Erkennen Sie Selbstverständlichkeiten und argumentieren Sie über das Besondere! Beim Top-Kandidaten einer Firma kommt es meist nur auf ein einziges Argument an!

Beispiel 1:
Stellen Sie sich vor, Sie möchten einen Urlaub buchen. Nach einer Stunde Recherche bleiben zwei Hotels für Sie übrig. Beide Hotels haben vier Sterne, beide Häuser sind sehr gut bewertet, liegen direkt am Strand und die Bilder sehen wunderschön aus. Beide Hotels kosten für eine Woche inklusive Flug knapp 500 Euro. Es gibt nur einen feinen Unterschied: Das eine Hotel bietet für diesen Preis Vollpension, das andere ist All-inklusive.

Welches Hotel nehmen Sie? Natürlich das mit All-inklusive. Dieses EINE Kriterium ist in diesem Fall für Ihre Entscheidung ausschlaggebend. Wir halten fest: Die vergleichbaren Leistungen sind wichtig, der Grund für Ihre Buchung ist letztendlich nur eine: sogar All-inklusive für den gleichen Preis.

 

Dieser Text ist ein Auszug aus dem neuesten Buch des Rede-Denk-Experten Thomas Schlayer.

Traumjob durch Kleinigkeiten. So bewerben Sie sich einfach besser!
 

Beispiel 2:
Angenommen, Sie möchten sich eine neue Jeans kaufen. Wieder haben Sie zwei (optisch absolut vergleichbare) Markenjeans zur Auswahl. Beide kosten 79 Euro. Sie sind hin und her gerissen, welche Jeans Sie denn nun kaufen sollen. Dann gibt Ihnen die Verkäuferin den entscheidenden Tipp: Eine der beiden Jeans wurde soeben von 149 Euro auf 79 Euro reduziert, die andere kostet 79 Euro Normalpreis.

Höchstwahrscheinlich werden Sie sich nun für das Schnäppchen entscheiden. Sie haben das Gefühl, Geld zu sparen, obwohl Sie es ja gar nicht tun. Wieder ist der kaufentscheidende Grund nur ein Detail, in diesem Fall der Angebotspreis.

Beispiel 3:
Sie haben bei sich eine leichte Schuppenbildung entdeckt und möchten das Problem schnell wieder loswerden. Im Supermarkt sehen Sie nun zehn infrage kommende Shampoos. Nur eines hat das Testurteil „Testsieger Schuppen-Shampoo“ aufgedruckt. Es kostet zwar einen Euro mehr als die anderen, vermutlich werden Sie sich jedoch trotzdem dafür entscheiden.

Was haben diese drei Beispiele gemeinsam? Es ist jeweils EIN besonderes Argument, das den entscheidenden Unterschied macht. Was heißt das für uns im Bewerbungsprozess? Je eher wir Besonderheiten bieten können und diese herausstellen, desto näher sind wir an der Zusage.

Damit Sie sich künftig interessanter präsentieren können, lesen Sie jetzt ein paar Beispiele für Besonderheiten, mit denen Sie sich von anderen abgrenzen können:

  • Ich kann bereits über 20 Seminare nachweisen – obwohl ich noch so jung bin.

  • Ich programmiere in meiner Freizeit Internetseiten für kleinere Unternehmen.

  • Ich bin der einzige in meinem Freundeskreis, der auch im Urlaub gern Fachbücher liest.

  • Ich habe meine Ausbildung als Klassenbester mit der Note 1,2 abgeschlossen.

  • Ich spreche fließend Spanisch und lerne gerade Italienisch.

  • Ich habe viele gute Ideen und so schon zwei Innovationswettbewerbe gewonnen.

  • In meiner Freizeit trainiere ich Fußballnachwuchstalente.

  • Bei Veranstaltungen in unserem Ort stelle ich mich gern als Moderator zur Verfügung.

  • Ich engagiere mich gern sozial und betreue regelmäßig ältere Menschen am Wochenende.

  • Ich habe mit zwei Freunden einen Spar-Club gegründet.

Wenn Sie etwas anbieten können, was andere (voraussichtlich) nicht haben oder können, dann sind SIE interessant. Suchen Sie also nach Argumenten, mit denen Sie sich aus der Masse der anderen
Bewerber abheben können, und Sie werden sehen, dass sich Ihnen erstaunlich viele Türen öffnen werden!

(Foto: www.gettyimages.com)


Thomas Schlayer ist Rede-Denk-Experte und hat sich auf die Kombination von Gedanken und Sprache (innere und äußere Kommunikation) spezialisiert. Als Deutschlands erster Kleinigkeitencoach gibt er Seminare, hält Vorträge und ist Autor mehrerer Fachbücher.
www.fortbildungsinsel.de