Ratgeber Anschreiben (4): Der Schlussteil

Ratgeber Anschreiben (4): Der Schlussteil

Ratgeber Anschreiben (4): Der Schlussteil


Anschreiben (4): Der Schlussteil

Der Schlussteil des Anschreibens liefert Antworten auf eventuelle Fragen nach Gehaltsvorstellung, Eintrittsdatum und Wunsch nach Diskretion. Teil vier der Ratgeberserie Anschreiben.


Von Thomas Duschlbauer

Der Abschluss wird in ein bis drei Sätzen formuliert und enthält den Wunsch nach einem Vorstellungsgespräch.

Formulieren im Konjunktiv

Vermeiden Sie, wenn es geht, den Konjunktiv. "Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich" klingt selbstsicherer als "Ich würde mich über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freuen".

Allerdings ist der Konjunktiv doch stark in unserer Seele eingebettet. Auch Bewerbungscoach Jörg Krenmayr meint: "Hier sollte man aber seinem Gefühl treu bleiben. Viele mögen die besonders optimistische Formulierung nicht, finden diese unhöflich. Wer sich hier treu bleibt, findet Anklang bei den Menschen, die auf der eigenen Wellenlänge liegen und schafft damit die Basis für Sympathie. Sympathie kann nur entstehen, wenn man ein durchgängig authentisches Schreiben und Auftreten zuwege bringt."

Einige Ideen für den Schlusssatz:

• Über Ihre Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich.
• Ich freue mich, wenn meine Bewerbung Erfolg hat und in die engere Auswahl kommt. Einen Termin für ein persönliches Gespräch kann ich jederzeit wahrnehmen.
• Gerne erfahre ich mehr über die angebotene Stelle und ersuche um ein Vorstellungsgespräch
• Ich bin sehr an einer langfristigen Mitarbeit interessiert und würde mich auf Ihre Nachricht freuen
• Wenn meine Bewerbung Ihr Interesse geweckt hat, freue ich mich auf eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch.
• Hat meine Bewerbung Ihr Interesse geweckt? Dann freue ich mich auf Ihre Einladung zu einem persönlichen Gespräch.
• Gerne würde ich bei einem persönlichen Gespräch noch mehr über Ihr Unternehmen und die interessant klingende Stelle erfahren.
• Auch der Wunsch nach Diskretion kann geäußert werden: Ich bin in ungekündigter Stellung tätig und ersuche um vertrauliche Behandlung meiner Bewerbung.

Eine weitere Option ist, der Firma einen Schnupper-Arbeitstag vorzuschlagen. Dabei kann sich nicht nur der potenzielle Arbeitgeber ein Bild von Ihnen machen, sondern auch Sie erhalten einen ersten, aufschlussreichen Eindruck vom Unternehmen, den Vorgesetzten und Kollegen.

Darüber hinaus sollte im Schlussteil der frühest mögliche Eintrittstermin nicht fehlen. Ein weiterer Tipp: Vorstellungen über das Gehalt nur dann zur Sprache bringen, wenn Sie nachdrücklich darum gebeten werden. Machen Sie diesen Punkt erst beim Vorstellungstermin zum Thema.

Die Grußformel im Anschreiben

"Mit freundlichen Grüßen": Diese Grußformel kann standardmäßig für jedes Anschreiben verwendet werden.

Der Anlagenvermerk im Anschreiben

Hier gibt die Fachliteratur unterschiedliche Empfehlungen:
Eine Zeile unter dem Namen freilassen und dann das Wort "Anlage" oder "Anlagen" (nicht unterstrichen oder fett) schreiben, je nach Umfang. Die Anlagen selbst sind nicht mehr aufzulisten. Oder: Nicht das Wort "Anlagen(n)" anführen, sondern die Beilagen zum Bewerbungsschreiben hier auflisten.

(Bild: Riccardo Cova, istockphoto)


Teil 1: Allgemeines zum Anschreiben
Teil 2: Die ersten Sätze sind oft die schwersten
Teil 3: Der Hauptteil des Anschreibens
Teil 4: Was in den Schlussteil gehört
Teil 5: Formalien, Länge und Layout