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Google+ als Personalmarketinginstrument

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Google+ als Personalmarketinginstrument


Google+, Facebook, Social Media Marketing, Unternehmenspage, Checkliste, Unternehmensauftritt bei Google+Eignet sich Google+ als Plattform für das Personalmarketing im Web 2.0? Mit etwas Pioniergeist "ja" – befinden Experten. Sie gehen sogar noch weiter: Jetzt einsteigen lohnt sich. Da sich noch nicht viele Firmen auf Google+ tummeln, ist die Chance von Fans und Followern gesehen zu werden besonders hoch.

 

 

Von Michael Vogel


In Google+ könnte dem sozialen Netzwerk Facebook ein wirklich ernsthafter Konkurrent erwachsen. Derzeit ist das noch nicht so, wie die veröffentlichten Nutzerzahlen belegen: Danach hatte Facebook vergangenen Juni 955 Millionen User, die sich mindestens einmal im Monat einloggen. Knapp 60 Prozent dieser Nutzer sind sogar täglich bei Facebook online. Google dagegen erreichte laut den zuletzt veröffentlichten Zahlen 100 Millionen Nutzer, die sich wenigstens einmal im Monat auf Google+ tummeln. Wieso also zu Google+, wenn es doch Facebook gibt?

Google+ statt Facebook? Dafür gibt es gute Gründe

Einen "berechtigten Einwand" nennt Social-Media-Manager Philipp Steuer diese Frage in seinem "Google+-Buch für jedermann" – aber auch einen Vergleich von Äpfeln mit Birnen. "Stell dir Facebook als ein stark besiedeltes Gebiet vor, wo Freunde Freunde treffen, von ihrem Leben erzählen, Fotos posten usw.", schreibt Steuer. "Ein Großteil der Nutzer ist jung und lebt das Online-Leben in vollen Zügen aus." 

Google+ sei das komplette Gegenteil dazu: "Hier trifft man neue Menschen mit ähnlichen Interessen." Und noch etwas spricht in Steuers Augen für Googl. Die allgegenwärtige Verbreitung: "Im Gegensatz zu Facebook, das in seiner eigenen Welt besteht und existiert, ist Google+ überall da, wo ich mich online herumtreibe. Sei es Google Mail oder Youtube. Selbst auf meinem Android-Smartphone ist Google+ allgegenwärtig."

Google+: Noch nicht im Alltag der Menschen angekommen

Lohnt es sich für eine Personalabteilung also doch, ihr Personalmarketing und Employer Branding auf Googles noch relativ junges soziales Netzwerk auszudehnen? Die dortigen Aktivitäten auf diesem Feld sind in Deutschland zweifellos noch mehr als bescheiden – auch im Vergleich zur Konkurrenzplattform Facebook. "Viele Nutzer verwenden derzeit nur wenige soziale Netzwerke – wenn Facebook und Google+, dann selten beide", sagt Lutz Altmann, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Humancaps Media. "Google+ ist noch nicht so im Alltag der Menschen angekommen." 

Weil sich das schnell ändern kann, empfiehlt er Unternehmen, die Personalmarketing im Web 2.0 machen wollen, ein zweigleisiges Vorgehen. "Die Erfahrungen, die man dabei sammelt, nimmt einem ja keiner mehr", so Altmann. Sie nütze plattformunabhängig.

Google+: Die Bedienbarkeit


In Sachen Bedienung baut Google+ in Altmanns Augen auf Facebook auf, "ist aber besser": "Man kann bei Google durch die ‚Kreise‘ – definierte Gruppen von Followers – auf einfache und bequeme Weise verschiedene Zielgruppen ansprechen." Google+ sei besser strukturiert als Facebook. Darüber hinaus bietet Google+ Vorteile aufgrund einer stärkeren Integration mit anderen Diensten des Internetkonzerns.
Ein Beispiel sind die Hangouts – Videochats mit bis zu zehn Teilnehmern über Youtube, ohne dass man dafür die Plattform verlassen muss. Diese starke Integration verdeutlicht, was Vic Gundotra, Googles Senior Vice President of Engineering, in einem Interview mit dem IT-Medium CNET.com meinte, als er Google+ eine "Vereinigung aller Google-Services unter einem gemeinsamen sozialen Layer" nannte.

Firmen können leicht Aufmerksamkeit erregen

In den Augen von Lutz Altmann bietet Google+ für Unternehmen derzeit die Chance, "insbesondere qualitative Fans" zu identifizieren. Gerade weil sich noch nicht so viele Firmen dort tummeln, kann man leichter Aufmerksamkeit erregen. Gleichzeitig böten Dienste wie Hangouts "die Chance, mit Fans anders als zum Beispiel bei Facebook in Kontakt zu kommen". Im Personalmarketing, wo es mehr auf Qualität als auf Quantität ankommt, ist das eine durchaus interessante Ausgangsposition. Trotz der Betonung der Qualität der Kontakte, gilt für Altmann jedoch auch bei Google+, dass "eine bestimmte Reichweite gegeben sein muss, um überhaupt genügend relevante Follower aufbauen zu können".

Gerade die nächsten ein, zwei Jahre sind interessant, um zu sehen, wie sich das Nutzerverhalten in den sozialen Netzwerken weiterentwickelt. Google ist eifrig bemüht, den Nachteil des späten Starts gegenüber Facebook auszumerzen. Neben weiteren technischen Verbesserungen geht es dabei auch um die Erschließung neuer, zahlenmäßig großer Nutzergruppen für Google+. Auf eines der jüngsten Beispiele weist Philipp Steuer in seinem Blog hin: Google biete inzwischen Intranetfunktionalitäten für Organisationen und suche nach Google+-Community-Managern an Hochschulen. "Geht der Plan auf", so Steuer, "könnte Google+ bald schon als Hochschulintranet zum Einsatz kommen und dadurch an Reichweite gewinnen."

 (Foto: Istockphoto)

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