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Das passende Anforderungsprofil

Das passende Anforderungsprofil

Wenn Sie passgenaue Mitarbeiter gewinnen wollen, stellt ein klar definiertes und an den Anforderungen der Stelle orientiertes Profil den entscheidenden ersten Schritt dar. 

Es geht also darum, die erfolgskritischen Faktoren zu erkennen und diese möglichst genau, klar und anschaulich zu beschreiben. Dabei sollte die Betrachtung nicht nur auf die Vergangenheit bezogen erfolgen. Wichtig ist auch, dass Sie versuchen zukünftige Anforderungen mit zu berücksichtigen und diese im Anforderungsprofil mit abzubilden.

Konkrete Kriterien formulieren


Hier kommt dem Fachbereich eine entscheidende Bedeutung bei und es kann nur empfohlen werden, diesen hier mit in die Pflicht zu nehmen. Haken Sie nach, wenn nur Schlagwörter wie "dynamisch" oder pauschal gehaltene Kriterien wie "Excel Kenntnisse" genannt werden.

Es macht einen großen Unterschied, ob ein Mitarbeiter überwiegend nur Daten in ein vorhandenes Formblatt eingeben oder umfangreiche Kalkulationen unter Einsatz von Makroprogrammierung mit Excel zu erstellen hat.

Überflüssige Anforderungen streichen


Viele Bewerber beklagen, dass die oft zitierte "Eier legende Wollmichsau" gesucht werde. Hinterfragen Sie daher auch kritisch, ob wirklich alle Kriterien Muss-Anforderungen in der Praxis darstellen. Oft werden zum Beispiel verhandlungssichere Englischkenntnisse als zwingend vorgegeben, wenngleich der Stelleninhaber nur sporadischen Auslandskontakt hat.

Wer hier abseits der realistischen Gegebenheiten überzieht, engt den Kandidatenkreis unnötig ein, verteuert die Position und läuft Gefahr, dass Bewerber schnell wieder das Weite suchen, wenn sie ihre Qualifikationen auf der Position nicht entsprechend auch einsetzen können. Indem die jeweilige Anforderung begründet wird.

Kunden und Kollegen einbeziehen


Im Kern geht es beim Anforderungsprofil um Passgenauigkeit. So kann es bei der Ermittlung der Anforderungskriterien sehr hilfreich sein, auch Kunden, Kollegen und Mitarbeiter aus angrenzenden Bereichen mit einzubeziehen und sich begründen zu lassen, weshalb eine bestimmte Anforderung besteht.

(Doris Brenner, 15.07.2009 / Bild: Sven Hoffmann, Fotolia)

 

 
Doris Brenner 
ist freie Beraterin mit den Schwerpunkten Personalentwicklung und Karriereberatung. Sie verfügt über Erfahrung in der Industrie sowohl in Führungspositionen als auch im strategischen und operativen Personalwesen. Ihre Veröffentlichungen sind in einer Gesamtauflage über 600.000 Exemplaren erschienen.
www.karriereabc.de/ 



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