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Recruiting Trends 2014

Recruiting Trends 2014

Die aktuellen Monster Recruiting Trends zeigen, dass 93,7% der Top-500 Unternehmen Österreichs angeben, dass es bei ihnen im Jahr 2014 freie Stellen geben wird, die es zu besetzen gilt. Lediglich 6,3% der Befragten gehen davon aus, dass sie im Jahr 2014 keine Positionen zu besetzen sind.

 

 

Fachkräftemangel ist das große Thema in den größten Unternehmen
Auch in diesem Jahr gehen die befragten Unternehmen davon aus, dass sich die Besetzung ihrer offenen Stellen schwierig gestalten wird. So wird erwartet, dass mehr als 3 von 10 Vakanzen nur schwer und 2,9% gar nicht besetzt werden können. Diese Werte bewegen sich unabhängig von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seit dem Jahr 2009 auf einem konstant hohen Niveau.

Vielversprechende Maßnahmen gegen Fachkräftemangel: Umschulungen und Einstellung von Frauen
Als wichtigste Maßnahme, um schwer oder gar nicht besetzbare Stellen mittelfristig besser zu besetzen, sehen die Top-500 die Ausbildung im eigenen Unternehmen an: 86,4% sind der Meinung, dass sich eigene Ausbildungsmaßnahmen hierfür gut eignen. Auf den Plätzen 2 und 3 sind Umschulungsmaßnahmen (63,6%) und Recruiting von Frauen (60,5%), gefolgt von flexiblen Arbeitszeitmodellen (59,%), das Einstellen von Kandidaten aus dem Ausland (54,%) und Telearbeit/Home-Office (52,%).

Als eher weniger geeignete Maßnahmen gegen Besetzbarkeitsprobleme werden die Einstellung von Kandidaten, die nur teilweise auf die ausgeschriebene Stelle passen, das Anbieten eines höheren Gehalts sowie die Verlagerung von Tätigkeiten in das Ausland gesehen.

Maßnahmen gegen Fachkräftemangel oft mangelhaft umgesetzt
Etwas mehr als die 50% der Unternehmen sehen flexible Arbeitszeitmodelle als geeignete Maßnahme gegen Besetzbarkeitsprobleme, jedoch nur rund ein Fünftel bietet ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, Home Office durchzuführen. Und nur jedes 3. Unternehmen möchte diese Möglichkeit zukünftig verstärkter anbieten. Rund jedes zweite Unternehmen wertet Recruiting aus dem Ausland als eine geeignete Maßnahme gegen Fachkräftemangel, wobei die Studienteilnehmer nach eigenen Angaben nur befriedigend für das Recruiting von Kandidaten aus dem Ausland aufgestellt sind.

Generation Y soll Hälfte der offenen Stellen besetzen, Generation 50+ wird negiert
Die Top-500 Unternehmen erwarten, dass rund die Hälfte ihrer prognostizierten freien Positionen mit Kandidaten aus der Generation Y (geb. zwischen 1980 und 1995) besetzt werden. Mehr als 8 von 10 der Befragten sehen eine verstärkte Social Media Präsenz als notwendig, um Kandidaten aus der Generation Y rekrutieren zu können, wogegen Facebook nur 9,3% für die Veröffentlichung offener Stellen häufig oder sehr häufig nutzen. Auffällig ist, dass die Gruppe der älteren Personen nur zu 5,4% für offene Stellen in Betracht gezogen wird.

Recruiting von Gen Y: Erkannten Notwendigkeiten folgen keine Taten
72% der Befragten gehen davon aus, dass flexible Arbeitszeitmodelle notwendig sind, um Kandidaten aus der Generation  Y rekrutieren zu können, während lediglich rund 3 von 10 der Unternehmen ihren Mitarbeitern die Möglichkeit bietet, Arbeit von zu Hause aus zu erledigen. Etwa 6 von 10 der Befragten sehen Mobile-Recruiting-Angebote als notwendig für die Rekrutierung von Kandidaten aus der Generation Y, wobei hier nur rund ein Drittel der Unternehmen die Darstellung der eigenen Online-Stellenanzeigen bereits für bestimmte mobile Endgeräte optimiert hat.

Unternehmen suchen im Internet
Die Veröffentlichung von Stellenanzeigen erfolgt nach Angaben der Firmen primär im World Wide Web. Der größte Teil der freien Positionen wird auf der eigenen Unternehmens-Webseite ausgeschrieben (82,1%), gefolgt von Online-Jobportalen (65,3%). Hierbei zeigt sich, dass über die eigene Unternehmens-Webseite seit dem Jahr 2006 stets die meisten Vakanzen veröffentlicht wurden. Online-Karriereportale gewinnen über die Jahre hinweg sichtbar an Relevanz. Dagegen verlieren die Printmedien immer mehr an Bedeutung. Im Laufe der letzten 8 Jahre ging der Anteil der in Printmedien ausgeschriebenen offenen Stellen um 14% zurück. Die meisten Einstellungen werden über Online-Karriereportale generiert, auf dem 2. Platz folgt die eigene Unternehmens-Webseite. Printmedien haben auch hier sehr stark an Bedeutung verloren.

Active Sourcing: Bei jeder 10. Stelle versuchen Unternehmen Kandidaten direkt anzusprechen
Derzeit sprechen die Top-500-Unternehmen in 12,2% der Fälle Kandidaten direkt an. So sind persönliche Netzwerke (85,4%) der vielversprechendste Active-Sourcing-Kanal. Auf Platz 2 folgt der Aufbau von eigenen Talent-Pools (78,6%); auf dem 3. Platz landen Karriere-Events für Studenten oder Absolventen.

Ein Blick in Richtung Social Media zeigt, dass für die aktive Suche nach Kandidaten 4,7% der 500 größten Unternehmen Österreichs häufig oder sehr häufig auf Xing zurückgreifen. LinkedIn und Facebook folgen mit 2,4% bzw. 2,3% auf den Plätzen 2 und 3.

Bewerber jedoch werden wenig über Social Media gecheckt
Xing wird von den 500 größten Unternehmen Österreichs mit 14% häufig bis sehr häufig für die Suche nach Informationen über bereits identifizierte Kandidaten bzw. Bewerber genutzt. Nur etwa jedes 20. Unternehmen nutzt für diesen Zweck häufig oder sehr häufig Facebook. Diese Nutzungszahlen sind im Vergleich zu den Vorjahren rückläufig; immer weniger Unternehmen greifen also auf Social-Media-Anwendungen zurück, um Hintergrundinformationen über Kandidaten einzuholen.

Weitere spannende Ergebnisse:

  • Employer Branding wichtiges Thema
    In Sachen Employer Branding und Gestaltung von Stellenanzeigen gehen mehr als zwei Drittel der Teilnehmer davon aus, dass Online-Stellenanzeigen in Zukunft immer mehr dynamische Elemente enthalten werden; Drei Viertel der Unternehmen sind der Meinung, dass man durch dynamische, interaktive Inhalte in Online-Stellenanzeigen viel einfacher die Aufmerksamkeit von Stellensuchenden gewinnen kann.
  • Social Media wird zwar positiv gesehen, aber nur verhalten genutzt
    72,1% der Unternehmen – so viele, wie noch nie seit Beginn der Studie – beurteilen Social-Media-Anwendungen als positiv für ihr Recruiting. Jedoch werden diese Kanäle nach wie vor eher verhalten genutzt: Nur jedes 10. Unternehmen gibt an, über Facebook Stellenanzeigen zu veröffentlichen, Xing folgt mit 4,7%. Allerdings nutzen 23,3% Facebook häufig für Imagewerbung, sprich als Kanal für Employer-Branding.
  • Unternehmen sind zurückhaltend bei Nutzung von mobilen Endgeräten
    Zwar gehen 72,7% der Unternehmen, und damit mehr als im Vorjahr, davon aus, dass die zunehmende Nutzung von mobilen Endgeräten einen großen Einfluss auf das Recruiting haben wird, aber nur knapp ein Drittel hat die Darstellung von Online-Stellenanzeigen oder Karrierewebseiten für mobilen Endgeräten optimiert.
  • Papier verschwindet als Bewerbungsform
    Papierbasierten Bewerbungsmappen verlieren zugunsten der elektronischen Bewerbungsformen über die letzten 8 Jahre deutlich. Nur mehr 11,2% kommen als papierbasierte Bewerbungsmappe an.

(Bild: Fotolia / Text: Monster.at)